| BC-Hemsbach
krönt das Wettkampfjahr mit Erfolgen bei der Internationalen Deutschen
Meisterschaft
Die Kämpfer &
Kämpferinnen des BC-Hemsbach haben wieder einmal ihre Ausnahmestellung
im Ju-Jutsu Wettkampf unter Beweis gestellt. Am vergangenen Wochenende
fanden die Internationalen Deutschen Einzelmeisterschaften im Ju.Jutsu
Wettkampf im Fränkischen Städtchen Herzogenaurach satt. Der
BC-Hemsach ging mit 6 Wettkämpfer/innen an den Start.
-69kg Jugendtrainer Felix Ritter hatte an diesem Tag einen der
schwersten Pools erwischt. In seinem ersten Kampf konnte Felix alle Elemente
des Ju-Jutsuwettkampfes darbieten und gewann in der zweiten Kampfhälfte
mit einem Fullhouse, also je einen Ippon (Punkt) in den Bereichen Atemi
(Schlag oder Tritt) Wurf und Bodentechnik. Den zweiten Kampf gab der Hemsbacher
leider knapp ab. Im dritten Kampf zeigte der Hemsbacher aber die Vereinsqualitäten
(Kampfgeist und Power). Nachdem sein Kontrahent bereits mit 6 Punkten
in Führung lag und noch einige Sekunden zu kämpfen waren, konnte
Felix mit einer enormen Kraftanstrengung noch einen besonders dynamischen
Hüftwurf ausführen und entschied auch diesen Kampf mit Fullhouse.
Fullhouse beendet immer sofort einen Wettkampf, egal welchen Punktestand
der Gegner hat. Im nächsten Kampf verlor Felix dann leider unglücklich,
da die Vorkämpfe zuviel Kraft gekostet haben, mit knappen Punkterückstand
und so blieb ein etwas unglücklicher aber doch verdienter 5. Platz.
-77 kg ging Georg Eckel an den Start. Hatte Georg dieses Jahr schon
durch 2. Plätze bei den Gruppenmeisterschaften und Deutschen Einzelmeisterschaften
überzeugen können, so wollte der junge Ausnahmeathlet es dieses
Mal ganz besonders wissen. Entsprechend motiviert ging Georg auch in seinen
ersten Kampf und konnte diesen gleich nach 40 Sekunden mit Fullhouse so
überlegen gewinnen, das sein Gegner nicht einen Punkt erzielen konnte.
Auch der zweite Kampf verlief problemlos entsprechend der ausgegeben Strategie.
Im dritten Kampf traf Georg auf den mehrfachen Deutschen Meister und WM-Starter
aus Bayern. Dieser ist für seine enorm schnellen und präzisen
Beintechniken bekannt. Aus diesem Anlaß heraus versuchte Georg dann
auch schnell den Infight zu suchen um wiederum mit seiner Stärke
im Wurf und Bodenbereich zu Punkten. Mit einem spektakulären Sumi-Gaeshi
(Seitenrad) und sofortigem Haltegriff gelang es Georg bereits zwei Ippons
im Wurf und Bodenbereich zu erzielen und es fehlte nur noch der Standippon
um mit Fullhouse diesen Kampf für sich zu entscheiden. Sein Kontrahent
versuchte nun mit schnellen Tritten den Punkterückstand aufzuholen,
jedoch parierte Georg Eckel eine Angriffstechnik so gekonnt, das er direkt
im Anschluß seinen noch fehlenden Ippon im Stand erzielen konnte
und schlug den besten Deutschen Kämpfer eindrucksvoll wie zuvor auch
mit Fullhouse. Georg Eckel stand im Finale. Hier traf er auf einen unbekannten
jungen Nachwuchskämpfer, der sich durch gute Kämpfe bis ins
Finale vorgearbeitet hat. Trainer und Coach, Achim Hanke konnte keine
gezielte Strategie ausgeben, da der Kämpfer jedoch recht groß
war, wurde zuerst auf Georg Stärke im Wurf und Bodenkampf vertraut
und der Infight als Vorgabe gesucht. Gleich in den ersten Sekunden gelang
es dann auch den Gegner überzeugend zu werfen und wie schon öfter
an diesem Tag direkt in einen unentrinnbaren Haltegriff zu nehmen. Nun
fehlt nur noch der Atemiippon und dies gelang im Rhythmus des ganzen Tages
auch direkt in der nächsten Kampfaktion. Sieg und Internationaler
Deutschermeistertitel wieder durch Fullhouse.

Georg Eckel
-85 kg gingen gleich zwei Kämpfer des BC-Hemsbach an den Start. Robert
Heberlein ehemaliger Deutscher Jugendmeister und Harald Born,
mehrfacher Deutscher Meister. Robert hatte einige Jahre nicht gekämpft
und wollte einmal mehr wieder die Wettkampfatmosphäre erleben. In
seinem ersten Kampf traf er jedoch auf einen inaktiven stark sperrenden
Wettkämpfer. Diesen konnte Robert dann in der Endphase des Kampfes
leider nicht besiegen und verlor knapp mit zwei Punkten Rückstand.
Da sein Gegner seinen nächsten Kampf dann verlor, war für Robert
das Turnier sehr schnell und sehr früh zu Ende.
Der zweite Kämpfer Harald Born, ist ja seit Jahren nicht aus der
Wettkampfszene wegzudenken. Mit seiner ganzen Erfahrung ging Harry
in den ersten Kampf und trumpfte hier mit besonders schnellen Beintechniken
auf. Gegen diese Art zu kämpfen fand sein Gegner kein Gegenmittel
und verlor deutlich mit Punkten. Im zweiten Kampf konnte Harry wieder
seine Konterwurftechniken anbringen und mit starken Bodentechniken abrunden.
Auch dieser Kampf wurde klar gewonnen. Der dritte Kampf gegen einen jungen
Dänen gewann Harald mit Fullhouse. Im entscheidenden Kampf um den
Einzug ins Finale traf Harald nun auf den Schweden Richard Carneborn,
der als einer der stärksten Wettkämpfer dieser Gewichtsklasse
gilt und für Schweden im November die WM in Uruguay bestreitet. Nach
anfänglich ausgeglichenem Kampfverlauf, wurde Harry aber unglücklich
geworfen und aus dem Haltegriff des Schweden gab es kein Entrinnen. Die
nachfolgende Schlag und Trittkombination brachte dem Schweden das Fullhouse
und den Einzug ins Finale. Harald blieb somit nur der Kampf um Platz drei,
den er mit sehr guter Leistung wieder für sich entscheiden konnte.
Harald Born
-55 kg der Frauen ging Julia Eckel an den Start. Julia hatte bei
den Deutschen Meisterschaften im Juni ganz knapp das Ticket zur WM verfehlt
und wollte bei dieser Meisterschaft jedoch ihre Ausnahmestellung unter
den Frauen unter Beweis stellen. Im ersten Kampf traf Julia auf eine Gegnerin,
die in 40 Sekunden besiegt werden konnte. Eine Schlag/Trittkombination
mit schnellem Hüftwurf und sofortigem Haltegriff brachte den Sieg.
Ebenso konnten die Gegnerinnen zwei und drei klar besiegt werden und es
lief ausgesprochen gut, bis sie im Finalkampf gegen die Schwedin Anderson
mit einer Strafe wegen Wurf nach außen belegt wurde. Dies war nach
der anschließenden Videoanalyse leider eine Fehlentscheidung, aber
wie im Fußball, eine Tatsachenentscheidung, die nicht geändert
werden kann. So lag Julia kurz vor Schluß mit einem Punkt zurück.
Obwohl sie nun versuchte diesen Punkterückstand aufzuholen, konnte
sie gegen die clever verteidigende Schwedin diesen Punkt nicht mehr erzielen
und gewann zum Zweiten Mal in diesem Jahr die Vizemeisterschaft.

Julia Eckel
Bei den Frauen
+70kg ging Silke Mundigl unsere Vizeweltmeisterin im DUO-Wettkampf
an den Start. Silke ist eine der wenigen Athletinnen in Deutschland, die
in beiden Wettkampfsystemen an den Start geht und dort erfolgreich kämpft.
Leider lief es für Silke an diesem Tag nicht so wie es sollte und
so konnte sie nur ihren Auftaktkampf gewinnen. Den nächsten Kampf
gegen die Weltmeisterin aus Deutschland mußte sie klar mit Fullhouse
abgeben. Im Kampf um Platz zwei in dieser Klasse, in der jede Gegnerin
gekämpft werden mußte und die Anzahl der Siege dann entscheidend
fürs Ergebnis war konnte Silke einen knappen Vorsprung ihrer letzten
Gegnerin leider nicht eliminieren und wurde an diesem Tag dritte.
Silke Mundigl
Jedoch sind
alle Ergebnisse für sich als außerordentlich zu betrachten,
da sich der BC-Hemsbach wieder einmal als bester Verein Badens präsentieren
konnte. Die Verbindung und das Vertrauen zwischen Wettkämpfer/innen
und Coach sind beim Club besonders ausgeprägt und vielleicht ist
dies das Geheimnis der Hemsbacher Ju-Jutsuka. Trainer und Coach Achim
Hanke ist nach eigenen Angaben besonders stolz auf seine Schützlinge
und dies immerhin schon seit 20 Jahren.

Achim Hanke
Mit Georg Eckels
Sieg konnte der 19. Titel eines Deutschen Meisters für die Abteilung
Ju-Jutsu erkämpft werden. Durch seinen Sieg hat sich Georg nun fürs
Bundeskader empfohlen in dem seine Schwester Julia bereits seit 2 Jahren
ist.
Medienteam BC-Hemsbach
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