Thomas Lorenz Turnier 2003

Ein langer Tag mit Auswirkungen, mit Freud und Leid

 

Der Tag sollte so werden, wie das Wetter, etwas verwirrend. Um 9:15 war treffen an der Halle angesagt und alle 8 Starter waren auch zu diesem Zeitpunkt an der Halle, auch die U15 war bereits anwesend. Allerdings sollte es sich zeigen, das dies nicht sonderlich geschickt war, nur irgendwie ging es nicht wirklich anders.

Für uns am Start waren in der U13: -36kg w Seline Schulz, -38kg m Benjamin Braun, -40kg w Natascha Franke,
-42kg m Oliver Bock;
in der U15: -46kg m Mirco Kunert, -48kg w Nadine Schulz und Anna Hahn, -50kg m Pascal Bock.

Gegen 10:00 Uhr waren wir dann in der Halle und das Wiegen ging eigentlich recht schnell von statten, so dass nach Angaben des Veranstalters die Listen schon eine viertel Stunde nach Wiegeschluss (10:45 Uhr) fertig geschrieben waren.

Das einzige das jetzt noch fehlte waren die Sanitäter. Der Verein hatte dieses Problem schon mal.
Es wurde dann eine recht lange Wartezeit, denn erst gegen 13:30 gingen dann die ersten Kämpfe los. Aber nach meinen Infos ist zum glück nicht wirklich etwas gravierendes passiert an diesem Tag. Die Zeit wurde mit essen, interessanten Gesprächen und Spielen vertrieben.

 

 

U13

Wie gesagt gegen 13:30 ging es dann mit der ersten Fight's los.

Seline musste als erstes von der U13 auf die Matte in der Klasse -36kg mit 11 anderen Mitstreiterinnne. Ihren ersten Kampf löste sie sehr souverän innerhalb von 10 Sekunden mit Ippon auf O-goshi. Beim zweiten Kampf hatte sie eine scheinbar leichte Gegnerin gegenüber, doch hier verkaufte sich Seline äußerst schlecht und nur mit etwas Glück konnte sie am Ende mit dem Zeitgong den Vorsprung ihrer Gegnerin mit De-ashi-barai einholen. Den dritten Kampf hatte sie gegen eine sehr starke Kämpferin und beide schenkten sich nichts, was sich auch dadurch zeigte, dass keine Wertung durch eine Technik fiel, sondern ausschließlich durch Bestrafungen wegen nicht greifen bei Koshi-guruma. Seline siegte hier mit Yuko und stand damit im Finale. Dort beschäftigte sie weniger ihre Gegnerin als mehr ihr Fingernagel, gegen den sie am Ende leider auch verlor. Aber immerhin ein starker 2.Platz in ihrer Klasse.

Der nächste der auf die Matte schreitete, war Benjamin Braun in der Klasse -38kg. Die Klasse war mit 19 Startern besetzt und von daher schon recht voll. Der erste Kampf ging recht zügig mit Yoko-shio-gatame. Im zweiten Kampf gab es dann einen recht starken Gegner zu bezwingen, was mit einem recht guten Griffkampf dieses mal auch gelang und nach 1 Minute war der Kampf mit Tate-shio-gatame auch gewonnen. Der Kampf um den Einzug ins Finale war ein wenig konfus, da parallel dazu auch Oliver kämpfte. Damit stand er dann im Kampf um drei, den er auch absolut unter Kontrolle hatte und schnell für sich entschied. Damit stand Benjamin wieder wie im Vorjahr auf Platz 3.

Oliver Bock war in der Klasse -42kg als nächstes an der Reihe. Ein paar vielversprechende Ansätze waren da, doch letzt endlich hat es in der hart umkämpften Klasse mit etwas konvusen Kampfrichtern nicht gereicht.

Den Abschluss der U13 machte Natascha Franke in der Klasse -40kg. Diese Klasse war zwar mit ihren 8 Kämpferinnen als erste ausgeschrieben, musste aber zu der sowieso schon langen Wartezeit noch weiteren Minuten an der Matte warten. Ihren ersten Kampf konnte sie relativ schnell mit O-soto-gari gewinnen. Im zweiten Kampf unterlag sie leider nach 50 Sekunden mit Kesa-gatame. Im Kampf um drei konnte sie schnell das ganze klar machen mit Tani-otoshi und sich den 3.Platz sichern.

 

U15

Bei der U15 gingen zuerst die Jungs an den Start. Namentlich war es Mirco Kunert in der Klasse -46kg und Pascal Bock -50kg. Bei Gewichtskalssen waren relativ stark bestzt mit 18 Startern in der Klasse -46kg und 19 Startern in der Klasse -50kg. Zudem hat es Pascal auch gleich noch etwas härter getroffen, denn er war einer der Kämpfer, die kein Freilos hatten. Aber der Reihe nach.

Mirco konnte sich in seinem ersten Kampf schnell mit Ippon für Tani-otoshi durchsetzen. Auch den zweiten Kampf konnte er am Ende, nach einer Kampfzeit von 2:30 Minuten für sich verbuchen. Auch dieses Mal war es der Tani-otoshi, der ihm den entscheidenden Yuko brachte. Aber schon hier konnte man leider sehen, was sein volgender Gegner dann leider auch nutzte, das Mirco nicht wirklich angriff, sonder nur konterte. Den dritten Kampf verlor er wie gesagt sehr schnell mit O-soto-gari und damit hatte er noch die Chance auf Platz 3. Im kleinen Finale, stand es bis zum Schluss gut für Mirco, denn er lag mit Waza-ari vorne. Durch zu viel Pasivität kassierte er leider dann noch drei Starfen und damit erhielt sein Gegner zu seinen zwei Yuko noch einen Waza-ari und damit hatte er am Ende den dritten Platz verschenkt.

Pascal machte anfänglich keinen guten Eindruck, auch wenn er den ersten Fight mit Kesa-gatame gewann. Schon im Kampf zwei musste er den Kampf abgeben und fand sich damit in der Trostrunde wieder. Dort traf er gleich noch auf einen starken kleinen Kampfgnom, der ihn eigentlich bis 30 Sekunden vor Kampfende kontrollierte und ihm auch die eine oder andere kleine Wertung abnahm. 20 Sekunden vor Kampfende geriet dieser aber bei Pascal in eine Kesa-gatame, der sich dieses Angebot nicht entgehen ließ. Seine Folgekämpfe wurden damit immer stärker und er gewann noch zwei weitere Kämpfe, einen sehr schnell nach 20 Sekunden mit einem spektakulärem Harai-goshi und einem über die volle Zeit mit Uchi-mata. Den sechsten Kampf konnte er dann leider nicht mehr für sich entscheiden, denn der Gegner war einfach zu stark, auch wenn er ihn einmal zum wackeln bringen konnte viel er dann leider doch mit Uchi-mata. Am Ende leider nicht auf dem Treppchen, doch ein absolut starker Tag, der noch viel für die Zukunft bringen sollte. Zumindestens hoffe ich dies.

Die beiden Mädels in der Klasse -48kg waren erst 16:30 zum ersten mal auf der Matte. Die lange Wartezeit machte sich mehr als bemerkbar bei den beiden, dazu noch die Luft in der Halle. Anna zeigte eine absolut starken ersten Kampf, den sie klar dominierte. Leider entschied eine Millisekunde wieder mal über den Ausgang des Kampfes und damit vielleicht auch über den Tag. In ihrem zweiten Kampf stand scheinbar jemand mir unbekanntes auf der Matte, der ihr ähnlich war vom Aussehen. Nadine hatte zwar auch ein paar starke Ansätze, doch am dieses Mal vehlte ihr ein wenig die kontrolle über ihre Gegnerinnen.

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