Samuraiturnier 2003
9 Starter für den BC Hemsbach

Eigentlich waren ja 11 Starter für das Samuraiturnier in Pfungstadt gemeldet, doch leider kamen bei zweien die Grippe dazwischen und bei einem weiteren terminliche Überschneidungen, dafür kam aber überraschender Weise einer der Männer, der nicht auf der Liste stand.
Für die Jugend stand auf dem Plan: U13 Benjamin Braun (-35kg), Oliver Bock (-42kg), U15 Pascal Bock (-50kg), U17 Daniel Doden (-60kg), Bernhard Wurst (+90kg). Für die Erwachsenen waren am Start: U20 Manuel Ehrmann, Männer Markus Stay (-66kg), Sven Naß (-66kg) und Hasan Güler (-73kg).
Alle 9 sollten an diesem Tag vier Medaillen nach Hause bringen. Dazu noch ein sehr guten 5.Platz.

l:Oliver Bock, Pascal Bock, r: Benjamin Braun

Den Anfang von diesem langen Tag machten natürlich wieder mal die Jüngsten, bevor dann die alten Hasen zeigen sollten was sie noch so drauf haben. Und für die U13 gingen Benjamin Braun und Oliver Bock auf die Matte.
Leider lief es für den einen nicht so gut wie für den anderen, trotz dessen das sie beide zwei gute Kämpfer sind. Doch leider musste Oliver heute Federn lassen und zeigen, dass zum Judo auch das Verlieren gehört. Er wurde zwar in seinem zweiten Kampf eindeutig durch einen schlechten Kampfrichter betrogen, aber auch solche Dinge muss man im Sport weg stecken können.

Besser erging es demgegenüber Benjamin Braun in seiner Gewichtsklasse -35kg (7 Starter), welche er nur noch mit Müh und Not erhalten konnte. In seinen drei Kämpfen gab es keinen einen, welcher ihm hätte wirklich das Wasser reichen können. Nur im Finale zeigte er ein nicht so gutes Judo wie in seinen beiden Kämpfen zuvor, die er auch in nur wenigen Sekunden beenden konnte. Kampf Numero Uno war schneller vorbei als man die Stoppuhr hätte drücken können, mit einem Ast reinen O-goshi ging er eine Etage weiter. Kampf Numero Duo dauerte auch nicht wirklich viel länger und diesen beendete er mit Kesa-gatame. Der Finalkampf war einfach Sch..., aber dennoch brachte er diesen mit O-goshi vorzeitig nach Hause. Bei so schnellen Siegen kann man irgendwie nicht wirklich viel schreiben, leider! Aber die zwei ersten Kämpfe von Benjamin kosteten seinem Couch weniger Nerven als sein letzter Kampf an diesem Tag.






Benjamin Braun freut sich über seinen 1. Platz

Nach einer kleinen Pause ging es dann für Pascal Bock auf die Matte in der Klasse -50kg (9 Starter), doch leider hat auch er heute keinen sonderlich guten Tag. Er zeigte zwar ein paar gute Ansätze, doch am Ende brachte das leider nicht ganz zum Erfolg. Doch das Gezeigte lässt auf jeden Fall hoffen auf das nächste Turnier.

So langsam trafen dann auch alle weiteren Jugendliche (U17) und die Erwachsenen in der Halle ein. Nach einer längeren Pause und der Siegerehrung der U13 und U15 ging es dann für die U17 ans eingemachte. Für Bernhard Wurst gab es leider keine Gegner, so dass er bei den schnellen -90kg Leuten mitkämpfte und so auch zu seinen zwei Kämpfen kam. Den einen davon säbelte er nach einigen Sekunden mit Ura-nage, einer sehr schönen Aushebetechnik nach hinten, weg. In seinem zweiten Kampf lief es nicht ganz so gut, doch auch hier zeigte er durchaus, dass er mit dem andern mithalten konnte, indem er diesen einige Male gut zum wackeln brachte und mit einigen schönen O-uchi-gari Ansätzen störte.






Bernhard Wurst (l) bei der Siegerehrung

Bei Daniel Doden waren dann schon ein paar Granaten mehr in der Klasse -60kg der U17 (13 Starter). In seinem ersten Kampf durfte er dies gleich mal spüren, denn sein Gegner fackelte nicht lange und bezwang ihn schnell mit einer Fußtechnik. In seinem zweiten Kampf hielt er sich schon wesentlich besser. Musste aber auch hier leider den Kampf abgeben, trotz eines wesentlich besseren Standes und Kampfverhaltens.

So langsam ging das Turnier dem Ende zu und die U20 und Männer überschnitten sich mit ihren Kämpfen, so dass die U20 -66kg (Manuel Ehrmann) und die Männer -66kg (Markus Stay und Sven Naß) parallel Kämpften.In den beiden Klassen tummelten sich jeweils 8 Starter, so dass jeder ein paar gute Kämpfe haben sollte. Manuel Ehrmann traf leider in seinem ersten Fight gleich auf einen sehr starken Gegner, dem er den Sieg, nicht ohne starker Gegenwehr überlassen musste. In seinem zweiten Kampf traf er auf einen ebenbürtigen Gegner, wo er sein Können zeigen konnte. Ihm gelangen einige gute Techniken, wodurch er die eine oder andere Wertung einstreichen konnte, doch leider muss er im Kampfverhalten noch ein wenig lernen, denn er gab leider noch einige Wertungen wegen Strafen ab. Nach 5 Minuten stand es dann ausgeglichen, was seit diesem Jahr ja 'Golden Score' bedeute. Hier verließ ihn leider das Glück und auch die Kondition, so dass die erste Wertung an den Gegner ging.

Bei den Männern ging Sven Naß als erster auf die Matte. In der Klasse gab es zwei Moldavia, die zu Gast bei diesem Turnier waren. Er traf gleich als erstes auf einen der beiden Moldavia. Nach anfänglichem Geplänkel und Bestrafungen wegen Abgebeugtem kämpfen für beide, lief Sven absolut Dumm in einen Sode-tsuri-komi-goshi rein. Auf dem Boden angekommen, blieb ihm leider nichts mehr als der Ärger über diese Dummheit. (Seine Kids scheltet er immer für solche Dinge, aber selbst macht er es!!! Blöd). In seinem zweiten Kampf ging er dann mit dem Ärger noch im Bauch auf die Matte. Nach einem schnellen Ansatz seiner Spetztechnik (Yoko-tomoe-nage), derer sein Gegner sich noch erwehren konnte, machte er einen direkten Übergang in den Bodenkampf und nutzte den angebotenen gestreckten Arm seines Gegners mit einem Juji-gatame und einem Dankeschön. In seinem Kampf drei um den 3.Platz traf er auf einen Gegner, dessen Vorkämpfe er sich genau angesehen hatte und der eine super Eindruck gemacht hat. Sven konnte zwar bald in Führung gehen mit einer Strafe für den Gegner und einer Abtauchtechnik, aber wirklichen Eindruck schien dies
Sven Naß (r) bei der Siegerehrung

nicht auf seinen Gegner zu machen. Doch durch den guten Griffkampf konnte er seinen Gegner unter Kontrolle halten und nach einigen weitern Teilerfolgen letzt endlich mit Uchi-mata nach 3:30 Minuten abschließen. Damit sicherte er sich dann glücklich auch den 3.Platz.

Gleichzeitig ging Markus Stay in der gleichen Klasse -66kg an den Start. Markus musste noch vor der Wage gewicht machen, damit diese Klasse erreichte, was wohl auch einige Körner gekostet haben sollte. In seinem ersten Kampf traf auch er gleich auf einen sehr starken Gegner, doch besser als Sven konnte er sich ein wenig besser wehren und auch einige sehr gute Ansätze zeigen. Am Ende unterlag er seinem Gegner nur sehr knapp. In seinem zweiten Kampf traf er auf den zweiten Moldavia. Markus hat sich ihn in seinem Vorkampf natürlich angeschaut und wusste daher seine Stärken und Schwächen. Darüber hinaus wusste er auch, dass es sich bei diesem um einen Farbgurt handelte. Ein wenig überrascht und auch sichtlich verwirrt in den ersten Kampfsekunden war er dann schon, dass plötzlich ein Schwarzgurt vor ihm stand. Nach einigen Sekunden konnte er sich dann wieder fangen und schoss ihn dann ganz sauber und super mit einem Soto-harai-maki-komi ab, einer der spektakulärsten Techniken dieses Tages. Mit diesem Sieg stand auch er dann im kleinen Finale. Er konnte sich dann noch seinen Gegner genau anschauen und war schon vorab nicht sonderlich begeistert gegen diesen zu kämpfen. In seinem Kampf um Platz drei lieferte sich der Kampfrichter einige Fehler unter anderem auch die Ippon Wertung die er gegen Markus aussprach, doch man kann insgesamt sagen, das sein Gegner besser war. Markus belegte damit einen starken 5.Platz.

Als letztes ging es dann für Hasan Güler in der Klasse -73kg ans kämpfen, unseren Überraschungsgast an diesem Tag. Er zeigte sehr kraftvolles Judo an diesem Tag und konnte seine ersten zwei Gegner auch recht schnell bezwingen. Doch leider stand in Kampf Nummer zwei ein falscher Gegner auf der Matte, so dass er diesen nicht umsonst gekämpft hat, doch leider zählte dieser nicht für den Einzug ins Finale. Aber auch bei dem richtigen Kampf um den Einzug konnte er seinen Gegner bezwingen und stand damit dann auch im Finale. Sein Gegner im Finale, ein sehr kräftiger und auch technisch sehr starker Fighter, bezwang alle seine Kontrahenten in nur wenigen Sekunden. Das Finale ging über die ganze Zeit und wurde leider nur durch eine Strafe für Hasan entschieden, wofür sein Gegner einen kleinen Vorsprung bekam, und diesen über die Zeit brachte.


Hasan Güler (2. Platz) bei der Siegerehrung

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