|
Der Jugend eine Chance
geben
Der Budoclub (BC) Hemsbach bleibt in der neu gegründeten Baden-Württemberg-Liga
im Judo auf Kurs. Auch am zweiten Kampftag brachte die Mannschaft um Trainer
Oliver Gärtner am Samstag in der heimischen BIZ-Sporthalle im Kräftemessen
mit dem Polizeisportverein (PSV) Karlsruhe und der Sportschule Kustusch
aus Reutlingen einen Sieg unter Dach und Fach.
Aufstellung gegen die Sportschule Kustusch aus Reutlingen:
Eike Wiggershaus (+100kg),
Okay Berberoglu (-100kg), Robert Heberlein (-90kg), Georg Eckel (-81kg),
Hasan Güler (-73),
Oliver Gärtner (-66kg), Boris Spellmeier (-60kg)
Damit wurde wie schon zum Saisonauftakt (4:3 gegen Oftersheim) erneut
die Vorgabe des BC-Vorsitzenden Wolfgang Drissler erfüllt. "Wir
wollen an jedem Kampftag eine Begegnung gewinnen."
Diesmal gelang das mit einem 4:3 über den PSV Karlsruhe. Die Auseinandersetzung
mit der Sportschule Kustusch endete 5:2 zu Gunsten der Gäste.

Oliver Gärtner im Kampf gegen die Sportschule Kustusch
Mit zwei Siegen aus vier Kämpfen nehmen die Hemsbacher in der Tabelle
der aus neun Mannschaften bestehenden vierthöchsten deutschen Leistungsklasse
weiterhin einen Platz im gesicherten Mittelfeld ein. Und genau das entspricht
dem Saisonziel der Bergsträßer.

Okay Berberoglu gegen die Sportschule Kustusch
In der neuen Liga sind die stärksten Vereine aus Baden und Württemberg
zusammengelegt worden. Die Gründung erfolgte unter dem Aspekt, dass
im Judosport künftig wieder ein gemeinsamer baden-württembergischer
Verband gebildet werden soll. Entsprechend hoch ist die Leistungsdichte.

Aufstellung gegen Karlsruhe: Boris Spellmeier (-60kg),
Bruno Tsafak (-66kg), Markus Stay (-73kg),
Georg Eckel (-81kg), Robert Heberlein (-90kg), Oguez Berberoglu (-100kg),
Eike Wiggershaus (+100kg)
"Einige Vereine weisen schon Regionalliganiveau auf", so Drissler.
Dazu zählt zweifelsohne die Sportschule Kustusch. Die Württemberger
können auf einige Athleten zurückgreifen, die dem Juniorennationalkader
angehören, und siegten am Samstag sowohl gegen den PSV Karlsruhe
als auch gegen Hemsbach jeweils mit 5:2. Allerdings fiel der Erfolg gegen
den BC nicht so leicht aus, wie es das Endergebnis ausdrückt. Die
Gastgeber boten lange Paroli und kamen durch Siege von Eike Wiggershaus
(+100 kg) und Robert Heberlein (-90 kg) zum 2:2-Zwischenstand.

Eike Wiggershaus im Kampf gegen Reutlingen
Hasan Güler (-73 kg) mit einer kleinen Wertung und Okay Berberoglu
(-100 kg) hatten sich geschlagen geben müssen. Nach einer weiteren
Niederlage von Georg Eckel (-81 kg) folgte das vorentscheidende Duell
zwischen BC-Trainer Oliver Gärtner (-66 kg) und Florian Nonnenmacher.
Nach einem ebenso hochkarätigen wie ausgeglichenen Duell lag Gärtner
fünf Sekunden vor Ablauf der Kampfzeit knapp in Führung. Doch
mit dem Schlussgong gelang Nonnenmacher noch eine Wertung zum glücklichen
Sieg. Damit hieß es 2:4 statt 3:3 und der Mannschaftskampf war gelaufen.
So schmerzte die abschließende Niederlage von Boris Spellmeier (-60
kg) nicht allzu sehr. Dem sehbehinderten Judoka, Mitglied der Behindertennationalmannschaft,
war auch im zweiten Kampf gegen den Regionalligaabsteiger PSV Karlsruhe
das Glück nicht hold. Er unterlag Arvid Schleich. Allerdings stand
zu diesem Zeitpunkt der Hemsbacher Mannschaftssieg bereits fest.

Oguez Berberoglu im Kampf gegen Karlsruhe
Eike Wiggershaus hält seinen Gegner aus Karlsruhe
im Haltegriff
Der BC führte durch Eike Wiggershaus, den in Mannheim studierenden
Kamerooner Bruno Tsafak (-73 kg), Robert Heberlein und Georg Eckel schon
uneinholbar mit 4:2.

Bruno Tsafak beim Kampf gegen Karlsruhe
Georg Eckel bei seinem Ipon-Wurf gegen seinen Gegner
aus Karlsruhe
Insgesamt waren Trainer Gärtner und BC-Mannschaftsbetreuer Dieter
Wiggershaus mit der Vorstellung ihrer Athleten sehr zufrieden.Sie wollen
auch weiterhin verstärkt auf die Jugend wie den erst 20-jährigen
Markus Stay setzen.
Markus Stay beim Uchi-Mata Ansatz gegen Karlsruhe
|