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20
Jahre Ju-Jutsu in Hemsbach
20-25-30 Eine Zahlenkombination, die nicht für jeden von Bedeutung
ist, aber in diesem Fall für einen, Achim Hanke aus Baden. Um dem
ganzen einen Sinn zu geben, möchten wir die Auflösung nicht
lange hinausschieben. Ein Jubiläumsjahr hat begonnen. Achim Hanke
feiert diese Tage sein 20zig jähriges Jubiläum als Vereinstrainer
im BC-Hemsbach. Seit 25 Jahren betreibt er nunmehr sein Ju-Jutsu und seit
30 Jahren Judo. Über Achim, der mit seinen jetzt 44 Jahren immer
noch verrückt genug ist ,fast jedes Wochenende durch Deutschland
zu fahren um Ju-Jutsu zu unterrichten, hat einen sehr erfolgreichen Weg
im Budosport begangen und über alle seine Erfolge, Tätigkeiten
und Stationen zu berichten, würde den Rahmen eines kurzen Berichtes
sprengen. Achim ist zur Zeit Träger des 6. Dan Ju-Jutsu, 5. Dan Judo
und 3. Dan im Jiu-Jitsu. Neben der Trainer A-Lizenz ist er auch JJ-Lehrer.
Sein Amt des Lehr- & Prüfungsbeauftragten übt er für
den Ju-Jutsu-Verband-Baden aus. Als die wichtigsten Stationen gibt Achim
an: 1985 mit der Nationalmannschaft unter der Führung von Heinz Lamade
und anschließend viele Jahre, auch international, gekämpft
zu haben. Die kurze Zeit als DJJV-Bundestrainer im DUO, die 8 Jahre Sportreferent
und Landestrainer in Baden, der Aufbau der Badenliga, die aktive Mitarbeit
im DJJV zum Programm 2000 unter Bernd Hillebrand, die Videodreh's zum
DJJV Prüfungsprogramm, die 5 Bodenvideo's mit Michael Korn und Joe
Thumfart den Aufbau des Bodentechnikverständnisses im Ju-Jutsu sowie
den Aufbau des BC-Hemsbach zu einem der erfolgreichen, wettkämpfenden
Vereine mit 19 Deutschen Meistertiteln sowie die nun verantwortliche Arbeit
als Lehr-& Prüfungsreferent in Baden. Am Wochenende gab Achim
seinen 270ten Lehrgang und dies zu seinem Jubiläum in Hemsbach. Wir
werden Achim sicher noch länger als einen aktiven Referenten und
Meister seiner Zeit irgendwo in Deutschland begrüßen können
und wünschen ihm weitere aktive, innovative vorbildliche Jahre.
Jubiläumslehrgang 20 Jahre Ju-Jutsu in Hemsbach
Blick in die untere Trainingshalle
Am 05./ 06.04.03 fand in Hemsbach der Jubiläumslehrgang zum 20zig
jährigen Bestehen der Abteilung Ju-Jutsu statt. Trainer Achim
Hanke, 6. Dan JJ lud zu diesem Anlaß eine hochgradige Referentenschar
ein. Neben Heinz Lamade, 8. Dan, Rainer Schwarz, 6.Dan,
Artur Allerborn 6. Dan KB und Harald Born, 5. Dan war Achim
Hanke 6. Dan ebenfalls als Referent auf der Matte. Ralf Pfeifer, 6. Dan
aus Karlsruhe mußte aus Dienstgründen leider seine Teilnahme
absagen.

Rainer Schwarz demonstriert mit Artur Allerborn Hebel
im Stand
Auf 2 Mattenflächen mit je 240m2 konnten sich Teilnehmer und Referenten
2 Tage richtig austoben und trainieren. Gäste aus Hessen, Württemberg,
Thüringen, Rheinland-Pfalz waren angereist um zwei Tage zu trainieren
und zu feiern. Jeder Referent konnte jeweils 2 Einheiten zum Besten geben
und somit jedem Teilnehmer/in gefallen. Heinz Lamade widmete sich in seinen
Einheiten verschiedenen Armhebel, die aus der Bewegung des Verteidigers
erfolgen können, um abschließend mit Wurf oder Kontrolltechnik
zu enden. Die zweite Einheit beinhaltete aus dem Prüfungsprogramm
die Themen Haltetechnik in Verbindung mit Hebel oder Würgetechnik.
Auch hier ging Heinz sehr methodisch vor, so daß die Teilnehmer
entsprechend den Sinn eines Wechsels von einer zur anderen Technik leicht
verstehen konnten. JJVB Präsident Rainer Schwarz widmete sich seinem
Spezialgebiet, den hebelunterstützten Würfen und einigen Nervendrucktechniken
im Infight. Da Rainer seine Einheiten immer mit großem Fachwissen
aus der Biomechanik präsentiert, bekamen die Teilnehmer auch einige
sehr gute Tips im Bereich Koordination.

Heinz Lamade bei seiner Lehreinheit
Harald Born, Vizepräsident im DJJV und "Meisterschüler"
von Achim Hanke, unterrichtete im Bereich der Gegentechniken und Weiterführungstechniken.
Hier kam ihm seine langjährige Erfahrung als Spitzenkämpfer
im Nationalkader zu Gute. Artur Allerborn, der immer wieder gerne im Hemsbacher
Dojo unterricht, hatte den Teilnehmern wieder Techniken aus dem Infight
im Stand und seine Spezialtechniken im Bereich der Drehkick's vorgestellt.
Das die Einheiten von Artur immer sehr schweißtreibend und enorm
anstrengend sind, hat sich auch hier wieder bewahrheitet. Die enorme Präzission
und gewaltige Geschwindigkeit der Beintechniken von Artur machen die Härte
und Gefahr solcher Techniken jedem plausiebel und entsprechend begeistert
wurde geackert. Achim Hanke begann seine Einheiten nicht wie erwartet
im Boden sondern präsentierte zuerst eine Armbeuge-/Armstreckhebelkombination
mit Sicherung und Festlegetechnik am Boden, welche die Teilnehmer schon
forderte. Weiter ging es dann endlich am Boden, wo Achim verschiedene
Techniken vorstellte, die primär mit den Beinen ausgeführt oder
mit den Beinen unterstützt wird. In der letzten Einheit des Lehrganges
referierte Achim dann auf Wunsch der Teilnehmer/innen einige Beinhebel
und nahm hier speziell Eingänge und angesetzte Hebeltechniken bei
denen der Angreifer steht und der Verteidiger sich schon in der Bodenlage
befindet. Abrundend wurden dann noch spezielle Beinrolltechniken und Take-Down's
trainiert. Am Ende des Zweitagelehrganges waren sich die Teilnehmer alle
einig. Ein besonderes Erlebnis mit den Meistern und Großmeistern
aus Baden und Württemberg gehabt zu haben. Medienteam Baden
Blick in die obere Trainingshalle
Achim Hanke unterrichtet
free-fight' am Boden
Den Verantwortlichen
der Kampfsportschulen Allerborn' in Backnang, gelang es nach dem
Wechsel in ihre neuen Räumlichkeiten, einen der wichtigsten Bodenspezialisten
in Deutschland zu einem Vereinslehrgang zu verpflichten.

Achim Hanke bei der Demonstration einer Bodentechnik
mit Artur Allerborn
In diesem Lehrgang
ging es vor allem darum, kampfentscheidende Techniken - die finishing-holds'
- zu erarbeiten, unter dem Sperrfeuer' von Schlägen, Tritten,
Ellenbogen- und Knieattacken. Oft waren es nur kleine Varianten, die eine
bekannte Grundtechnik free-fight-tauglich' machten, und die es dem
Gegner schwierig oder unmöglich machten, Bodenatemis anzubringen.
Doch das Wissen um diese Feinheiten, und die methodisch sinnvolle Vorgehensweise
zeichnen einen langgedienten Kämpfer und erfahrenen Lehrer aus.In
dieser Einheit konzentrierte sich der Großmeister vor allem auf
Bein- und Fußhebel aus den Standardsituationen: Rückenlage
und Angriff im Stehen von den Beinen her' und Angriffe aus der und
gegen die Guard'. Die z.T. sehr erfahrenen Teilnehmer (wie z.B. Alexander
Fritz als Weltcup-Dritter) bekamen auch auf kritische Fragen konkrete
und befriedigende Lösungswege aufgezeigt. Dazu musste sich der ehemalige
Bundestrainer vom Regelwerk des Ju-Jutsu-Wettkampfs lösen, konnte
jedoch die Realitätsnähe des modernen Ju-Jutsu als Selbstverteidigungssportart
überzeugend aufzeigen.
Achim Hanke demonstriert einen doppelten Armhebel bei
Artur Allerborn
Fazit: Ein
Klasse-Trainer macht Klasse-Lehrgänge'
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